von komik und gewalt

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ist es nur ein schritt vom lachhaften zum ernsten?
ja.
ich saß am tisch und aß suppe. eine gemüsebrühe. in ihr schwamm, einer kompassnadel ähnlich, eine karotte. es war eine sehr komische situation. gleichwohl sah ich mein leben in dieser karotte, welches in einem sog von brühe mithilfe eines großen löffels in einen anonymen schlund untergeht. müssen wir untergehen um aufzustehen, oder drehen wir den spieß um und üben selber die gewalt aus um uns zu verteidigen und aufrecht zu bleiben?
je mehr ich von der karotte aß, umso mehr stieg mein drang gewalt auszuüben. liegt nicht in jedem menschen eine gewisse art von masochismus? müssen wir uns gewisse schmerzen selber zufügen, selbst wenn unsere seele sie nur durch kleine stiche spürt?
die suppe war aufgegessen und ich war verzweifelt. doch das leichte in der verzweiflung, war die komik des moments.
oft ist es die komik die aus gewalt eine satire macht. vorteil oder nachteil?
entscheidet selbst!
ich kann nur soviel sagen:
ein sommer beinhaltet sowohl gewalt, welche man auf den verschiedensten wegen zu spüren bekommt, sei sie auch noch so klein; alsauch die komik, die die gewalt leicht werden lässt.
komik und gewalt verwandeln einen tragischen, todesnahen abend in einen lustvollen und lebensbejahenden sommertag. auch wenn der regen stetig anklopft.

s.

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