vom röntgenausbruch


wie ich den heutigen nachrichten entnehmen durfte, wird uns in den nächsten stunden ein starker magnetsturm erreichen. dieses wort verbindet für mich zwei wörter zu einem konstrukt, welches sich ganz  und gar nicht in meinem kopf verbildlichen lässt. 
ein magnetsturm ist die unumgängliche konsequenz der sonne auf ihren röntgenausbruch, eine art großer wutanfall, in dem unsere gute sonne eine große menge sonnenplasma ausgeworfen hat - ein weiteres verstörendes bild - das nun uns alle, die wir auf der erde in den genuss von sonne kommen, betreffen wird.
solltet ihr also in den nächsten stunden über schwindel, übelkeit, kreislaufbeschwerden oder akute bewusstseinsveränderungen klagen, so kennt ihr möglicherweise die ursache.
ein interessanter gedanke das, obgleich man an diesem ereignis nicht beteiligt war, man dennoch als passiver teil automatisch die folgen auch mittragen muss.
doch wenn wir tatsächlich dafür mit einer magnetisch bedingten bewusstseinsveränderung bezahlen müssen, dass die sonne ihrer schlechten laune nun ausdruck verleiht, ist die interessantere frage, ob sich die magnetischen komponenten in uns nicht auch verändern. wechselt die sonne am ende gar unsere pole aus? und wenn ja, welcher pol von uns begegnet welchem? plus oder minus?
wenn wir die sonne unseres privaten sonnensystems sind, so würde sich unser leben voll und ganz nur um uns drehen, und wir wären immer in gemeinsamer bewegung mit den planeten die sich schnell in konzentrischen kreisen um uns bewegen. unsere planetarischen mitmenschen und vor allem die liebe partnerin erde müssten stets aufs neue unsere röntgenausbrüche ertragen und sich einer gewaltigen ladung sonnenplasma aussetzen. astronomischer fakt ist, das wenn zwei himmelskörper aufeinandertreffen, immer schäden kollateraler natur entstehen. sollten wir angst vor der gefährlichen röntgenstrahlung haben, oder absorbiert sie am ende die atmosphäre?
in unserem fall, wenn wir uns selbst als sonne bereifen und aufeinander zukommen, so begreifen wir einander als eigene sonne und drehen uns jeder auf seiner bahn um uns herum, um ein wort, das sich eventuell irgendwann "beziehung" nennt. kreist man jedoch nur ständig um den anderen herum und bleibt auf seiner bahn, so wird man nie hinter das geheimnis kommen, sich zusammen auf einer bahn zu bewegen.
was passieren würde, wenn sich tatsächlich zwei sonnen begegnen würden? darüber lässt sich nur spekulieren. ich denke ihre plus- und minuspole würden ineinander aufgehen, es würde zu einer verschmelzung kommen, was einer riesigen leuchtenden katastrophe gleichen würde, an der letztendlich auch die umstehenden teilhaben. dies wäre im grunde gleichzusetzen mit der gesamtanzahl der gespräche, die unsereins mit freunden über deren beziehungen hält. da hilft dann auch leider keine sonnencréme.

s.

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